Deutsche Zahnärzte auch bei der Hygiene herausragend
Der Berufsverband der Allgemeinzahnärzte (BVAZ) nimmt die aktuellen Zahlen
des Institutes der deutschen Zahnärzte zu den Hygienekosten zum Anlass, auf
die herausragende Stellung der deutschen Zahnärzteschaft bei der Hygiene
hinzuweisen. Verbunden wird dies mit der Forderung, in der aktuellen
Änderung der Gebührenordnung die deutlich gestiegenen Kosten angemessen zu
berücksichtigen, um diese Spitzenstellung beibehalten zu können.
"Wir haben hier eine Vorreiterrolle der deutschen Zahnärzteschaft"
kommentiert der Präsident des BVAZ, Zahnarzt Dr. Günter Kau aus Waldmohr
die Veröffentlichung des Institutes der Deutschen Zahnärzte (IDZ) zur
Entwicklung der Praxiskosten für Hygiene. "Infektionskontrolle wird von den
deutschen Zahnärzten mit bestem Erfolg praktiziert. Das kostet natürlich
Geld."
Laut Angaben des IDZ haben sich die Aufwendungen in den Zahnarztpraxen in
den letzten zehn Jahren im Bereich des Materials um ca. 50%, im Bereich der
Personalkosten sogar um 100% erhöht. Kau nimmt dies zum Anlass, die
Forderung des BVAZ nach einer angemessen Berücksichtigung der Praxiskosten
in den zahnärztlichen Gebührenordnungen zu wiederholen. "Um das Niveau zu
halten, können wir beispielsweise bei der amtlichen Gebührenordnung für
Zahnärzte (GOZ) nicht weiter mit Gebühren aus dem Jahr 1988 auskommen". Er
fordert das Bundesgesundheitsministerium auf, den Entwurf der neuen GOZ
deutlich nachzubessern.
"Aber auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen müssen die
stark gestiegenen Praxiskosten Berücksichtigung finden. Deutsche
Qualitätsarbeit für die flächendeckende Versorgung in den Praxen der
Allgemeinzahnärzte kann es nicht zum Nulltarif geben", so Kau weiter. Der
BVAZ werde nach seinen Worten alles daran setzen, zum Wohle der Patienten
und der Mitarbeiter in den Praxen hier seinen Einfluss geltend zu machen.
Pressemeldung vom 20.2.2008
- Dateien:
Pressemitteilung-BVAZ_20080220.pdf